Wie bereits angekündigt habe ich gestern Mittag alle eure Vorschläge auf Papier geschrieben, sie in einen riesigen Hut geworfen und dann blind gewonnen. Der überraschende Gewinner war hierbei im übrigen ChrisZock er, der sich nun freuen darf, dass er und auch sein Heimatort Daun, stolzes Weltkulturerbe 2020-2029 und Austragungsort der CSMX (Chris sei Mudda Expo), sich nun zum ersten Mal hier in meinem kleinen Blog eine Erwähung verdient haben. Genug der Schmeicheleien, kommen wir zu den harten Fakten. Ich möchte mich, auch wenn das Voting eher mau gelaufen ist, bei allen Leser bedanken. Dank euch wurden gestern die 10.000 Klicks geknackt! Grund genug um mit einem Gelage im Stile der alten Wikinger zu feiern, was uns dann auch endlich mal wieder zu Videospielen bringt.
Die steakhungrigen Wikinger sind nämlich im Kampagnenverlauf des holländischen Wii-Echtzeit-Strategie-Titels Swords & Soldiers das erste vorgesehene Volk. Wer unbedingt möchte kann auch zuerst die zehn Missionen der Chinesen oder Azteken durchzocken, aber der Schwierigkeitsgrad ist hier entsprechend höher. Das ganze ist also ein wenig an die guten alten Zeiten bei Starcraft angelehnt, und kurioserweise erinnern die Völkchen von Swords & Soldiers an diesen und andere große Blizzardtitel. Während die Wikinger ganz klar die Haudrauf-Rasse mit starker Verteidigung und wuchtigen Äxten sind, setzen die Chinesen ein wenig mehr auf kleinere, hinterhältige Einheiten wie z.B. Ninja-Affen. Als letztes im Bunde sind die Azteken, die ich jetzt schon als Gegner verfluche, da sie sehr starke Tricks draufhaben, unter anderem bauen sie Lasertürme, erschaffen Totenbeschwörer oder vergiften und verlangsamen eure Einheiten. Das waren dann aber auch schon alle Ähnlichkeiten, denn dieser Titel besticht vor allem durch seine kunterbunte Sidescrolling-Optik. Keine Vogelperspektive, keine isometrische Ansicht, einfach nur platte Zweidimensionalität von der Seite. Ihr beginnt mit einem Hauptgebäude und meistens noch mit einer Goldmine, aus der euch bis zu 10 fleißige Helfer einen nicht endenden Strom an Ressourcen besorgen. Neben Gold gibt es auch noch Mana, das sich allerdings auch ohne euer Zutun auffüllt. Das Geld wird dazu benutzt um neue Einheiten und Zaubersprüche freizuschalten oder, wenn einmal erforscht, loyale Krieger in die Schlacht zu schicken. Einmal in der oberen Leiste ausgewählt, laufen Eure Einheiten vollautomatisch auf die gegnerische Basis zu, und zerhacken stumpf alles was sich ihnen in den Weg stellt. An einigen Stellen könnt ihr dennoch mit einem kleinen Schild beeinflussen, ob sie den oberen oder unteren Weg wählen sollen. Natürlich liegt der Pfad hinter dem Kriegsnebel, was die Entscheidung noch erschwert.
Aber auch wenn die Kämpfe oftmals sehr zäh und anstrengend sind, so verliert ihr auch mit vielen Gegnern auf dem Screen nie die Übersicht, was ich sehr erstaunlich finde. Das funktioniert nur durch ein innovatives Gameplay, welches die Kern-Elemente von Vollpreis-Titeln konsolengerecht verpackt. Auch braucht ihr für das komplette Spiel lediglich den Pointer eurer WiiMote und den A-Knopf, keine wüsten Tastenkombis sind hier nötig. Nach einiger Zeit bekommt ihr dann auch erste Achievements oder schaltet Challenges frei, denen es leider ein wenig an Einfallsreichtum mangelt. Schade, denn die Kampagne ist zweckmäßig und gut erzählt und auch ein kleines Geplänkel zwischendurch macht viel Spaß. Was aber aus meiner Sicht ein wirklicher Wehrmutstropfen ist, sind fehlende Upgrade-Möglichkeiten. Weder innerhalb noch au0erhalb noch außerhalb der Mission könnt ihr Zaubersprüche oder Einheiten verbessern, lediglich die Mana-Regeneration lässt sich beschleunigen. Dabei hätte es richtig genial ausgesehen, wenn eure ohnehin schon überzeichneten Einheiten plötzlich nochmals doppelt so große Äxte schwingen, die Giftpfeile länger wirken oder euer Blitz als Kettenblitz auch noch benachbarte Einheiten verletzt. Aber ich glaube das ganze wäre dann doch zu sehr Warcraft 3, täte der doch recht spartanischen Einheitenauswahl gut. Durch die fehlende Finesse hierbei kommt es dazu, dass Duelle bei Swords & Soldiers fast immer in einem wilden Einheiten-Spawnen enden. Aber trotzdem nochmal danke an Chris, ich bereue den Kauf selbstverständlich nicht. Für 10 Euro kann man echt nicht meckern, zumal ein vollwertiger Splitscreen-Multiplayer dabei ist, den es noch zu testen gilt.
Das wars dann auch mit der Indie-Woche, ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit!
Tja, welcher Titel könnte da wohl hinter stecken?
Doch bevor das kleine Geheimnis lüften erstmal Danke an ChrisZock er für seinen Vorschlag zum Indie-Game für Morgen. Danke, danke, danke. Ich bin dein größter Fan! Sitze im Moment nach langer Zeit mal wieder vor der Wii und zocke jetzt mal Swords & Soldiers. Was thematisch übrigens super zum Thema passt, ist die Nachricht der Stunde, dass der Indie-Hit Braid ab sofort bis Sonntag bei Steam gerade einmal 4,49€ kostet. Ein Angebot, dass sich laut Kritikern echt lohnt. Auch wenn das Spiel 2D ist, bei mir hakt es WIE SAU, darum solltet ihr vorher kurz die Demo anwerfen.
Naja, aber dann zum zurück zum Thema: Es waren einmal zwei Londoner Freunde im Peruanischen Urwald, der eine lebt, der andere ist durch ein Unglück leider ein hirnloser Zombie geworden…. hat aber eigentlich kaum was mit dem richtigen Spiel zu tun. Dieser kurze Part dient lediglich dazu, euch mit der Steuerung vom (wohlbemerkt englischsprachigen) Point ‘n’ Click-Adventure Ben there. Dan that von Zombie Cow Studio vertraut zu machen. Nach einer erfolgreichen Reanimierung kehren unsere Helden Dan und Ben zurück in ihre Junggesellen-Bude und wollen Magnum gucken, ihr wisst schon: mit Tom Selleck. Doch plötzlich bricht der Empfang ab, und die einzige Lösung scheint eine selbstgebasteltete Wäschebügel-Antenne zu sein, die aus dem Fenster gehangen wird. Ein kleiner Blitz, und schon landen die beiden in einem vermeintlichen Raumschiff und, was noch schlimmer ist, verpassen Magnum. In dem Alien-Schiff gibt es diverse mysteriöse Türen, die ihr nach und nach öffnen könnt. Dahinter warten dann Parallelwelten, in denen es durchgeknallte Rätsel zu lösen gilt. Beispielsweise trefft ihr auf Dino-Programmierer, eine Superhelden-Welt, den amerikanischen König von England oder wahnsinnige Priester. Der großartige, bitterböse und nicht jugendfreie britische Humor ist der Beste, den ich seit etwa 10 Jahren in einem Game gesehen hab. Wer errät, um welchen etwa 1o Jahre alten Titel es sich handelt bekommt einen Keks.
Naja, wenn euch das alles jetzt schon gefällt, dann kann ich nur sagen: es kommt noch besser, denn Ben there, Dan that ist absolut gratis. Einfach direkt hier runterladen und loslegen.
Ein wenig teurer, nämlich 3,99€, ist die Fortsetzung Time Gentlemen, Please! bei Steam. Es ist hier etwas schwer viel zum Spielverlauf zu erzählen, ohne euch direkt den Clou des letzten Teils zu spoilern. Soviel sei gesagt: Ben und Dan wollen ihrer Ausflug in die Parallelwelten ungeschehen machen, und das naheliegenste ist natürlich mit einer kürzlich entdeckten Zeitreise-Stab ins Jahr 1088 zu reisen und die Erfindung von Kleiderbügeln zu verhindern. Leider ein folgenschwerer Fehler, denn im Laufe ihrer Zeitreisen treffen die zwei auf Adolf Hitler, sein Kleiderbügel-Imperium, das durch Robo-Technik das Battle of Britain mit Leichtigkeit gewonnen hat, und auf seine Leibgarde aus eben solchen Nazi-Dinosaurier-Klon-Schergen. Ihr landet im Knast, euer Stab ist weg und ihr müsst ausbrechen und Hitler aufhalten. Von eurem Mitinsassen erhaltet ihr die Anschrift eines Zeitreise-Experten, der euch weiterhelfen soll. Natürlich steht sein Haus leer, und als ihr ihn endlich im Keller, findet wird er erschossen von einem Nazi-Dinosaurier-Klon-Schergen. Glücklicherweise haben sich mittlerweise diverse Risse im Raum-Zeit-Kontinuum gebildet, mit denen ihr sehr ähnlich wie bei Day of the Tentacle durch die Gegend reist und Ereignisse ungeschehen machen könnt oder Hitlers ultimative Festung in der Zukunft niederreißen. Alles in allem wurde die Anzahl an bösen Witze, Schauplätzen und natürlich Rätseln drastisch im Vergleich zum Vorgänger massiv erhöht, was Time Gentlemen, Please! zum vermutlich allerallerlustigsten Adventures dieses Jahrzehnts macht. Und das für 4 €, ich mein.. Geht’s noch geiler?
++Achtung, Jugendschutz ist mir natüüürlich wichtig. Daher möchte ich darauf hinweisen, dass ihr mindestens 18 Jahre alt sein sollte, bevor ihr diese Spiele zockt… Ich mein’s ernst, lasst es sein, ladet es nicht, denn es sind Inhalte mit Rassismus, Blasphemie, sexuellen Anspielungen, wüsten Beleidigungen, Fäkalhumor, Frauenfeindlichkeit, Tierquälerei und weiteren seelischen Grausamkeiten enthalten!
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Hallo und herzlich Willkommen zur Halbzeit der Indie-Woche.
Die Verlosung eines Artikels läuft nur noch bis morgen etwa 11 Uhr und bis jetzt war die Teilnahme eher verhalten gewesen. (Sollte nächstes Mal einen Gewinn anbieten…^^) Also können ruhig alle nochmal ein wenig kreativ werden und hier was reinschreiben. Nur so könnt ihr einen Artikel über Swords & Soldiers für die Wii verhindern.
Aber naja, zurück zum eigentlichen Thema.
Heute geht es um einen ziemlich alten Hasen im Indie-Geschäft. Die Rede ist von den Bostoner bei Dejobaan Games, die besonders mit ihrem aktuellen Titel Aaaaa! (voller Titel folgt später) für Furore sorgt. Doch auch das vorige Game The Wonderful End of the World das als erstes Spiel geschickt das Katamari-Gameplay klaut und von der Konsole auf den PC bringt. Wie beim berühmten Vorbild von Namco geht es auch hier darum möglichst viele Gegenstände einzusammeln, allerdings landen diese nicht auf eurer Klebekugel, sondern werden direkt von euren „Körper“ absorbiert. Dabei kommen oft ziemlich abgefahrene Gestalten raus, z.B. ein Wesen mit Besen als Arme oder Bussen als Beinen. Insgesamt 12 Welten stehen euch zur Auswahl, viele mit sehr abgedrehten Setting, z.B. eine Zeitungs-, 2D- oder Süßigkeitenland. Die Level beginnen immer ähnlich sehr klein, denn sammelbar sind nur Sachen, die kleiner sind als ihr selbst und bis zum Ablauf eines Zeitlimits möglichst groß werden müsst. Bis ihr jedoch den letzten Level freigeschaltet habt, wird einige Zeit vergehen, denn dazu müsst ihr euch in den vorigen elf Leveln jeweils eine Bestleistung von der Schulnote A+ oder A erreichen. Doch üben könnt ihr vor dem „Nachsitzen“ nach belieben, denn es wird auch noch ein Exploration- und ein weiterer neuer Herrausforderungsmodus freigeschaltet. Exploration erlaubt es euch mal ganz ohne Stress die ganzen Level zu durchkämmen und so die besten Wege auszutüfteln. Denn als kleine Gemeinheit werdet ihr mit steigender Größe auch immer langsamer und träger. Natürlich kann der Titel dem prominenten Vorbild nicht das Wasser reichen, Spaß macht er aber auf jeden Fall, gerade für Nicht-Konsoleros.
Ein wirklicher Spaßgarant ist allerdings das letzte Woche erschienene AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!! – A Reckless Disregard for Gravity. Langer Titel, aber ein genial einfach und vor allem frisches Spielprinzip. Es geht bei diesem Titel um Base-Jumping, das heißt einen Fallschirmsprung von einem Gebäude oder einem ähnlichen Landschaftspunkt. Dabei wird natürlich keine öde, realistische Optik geboten, sondern viel mehr ein mehr aus schrillen, wipeout-poppigen Strukturen wie schwebenden Häusern oder riesige Ventilatoren, bestehender Hindernisparcours, den ihr natürlich nicht berühren solltet, ansonsten werdet ihr durch die Gegend geschleudert oder landet im Kranken. Darum gilt: kurz vor dem unausweichlichen Ende des Sprungs müsst ihr natürlich noch euren Fallschirm öffnen und in einem Zielkreis landen. Eigentlich ist jeder Punkt geeignet zum Landen, doch ein früher Abbruch des Sprungs bringt kaum Punkte. Diese könnt ihr auf ganz unterschiedliche Methoden sammeln, am offensichtlichsten sind dabei Hugs und Kisses, bei ersteren geht es darum möglichst eng über lange Strecken an Gebäuden vorbeizufliegen. Die Kisses erlangt ihr dadurch, dass ihr an möglichst vielen Gebäuden vorbeirauscht, ein Kiss pro neuem Gebäude. Zerfetzt ihr im Flug „zufällig“ einen Vogel gibt das ebenso Bonuspunkte wie Flüge durch Nadelöhre. Habt ihr einen Sprung erfolgreich beendet bekommt ihr „Teeth“, also Zähne, die quasi als Währung dienen um neue der insgesamt 80 Level, oder Videos und neue Bonus-Items wie einen Handschuh, Spray-Can oder Espresso freizuschalten. Mit diesen lassen sich dann noch mehr Punkte verdienen. Leider gibt es für den Spieler aber keine Möglichkeit seine Sprünge durch Videos mit anderen Spieler zu teilen, lediglich der Score zählt. Doch trotz der fehlenden Replays gilt als Fazit: Das Spiel ist einfach zu abgefahren um es in Worte zu fassen und dürfte ein Top-Titel für alle Raser und Adrenalin-Freaks sein. Merkwürdige Voice-Einspieler und „Hypnose“-Clips tun dann noch ihr übriges. Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild mit dem folgenden Video. Runter kommen sie immer…
Im Moment ist eine echte Welle an kreativen Meisterwerken auf dem iPod touch bzw. dem iPhone zu finden. Apples Zauberwort für alle „Zwischendurch“-Zocker lautet AppStore und dieser zieht durch seinen bahnbrechenden Erfolg auch einige Indie-Entwickler und unlängst auch Großunternehmen wie Namco oder ngmoco (Rolando!), ein Unternehmen vom ehemaligen EA-Chef Neil Young, an. Der Durchschnittsnutzer hat mittlerweile etwa 55€ für Apps ausgegeben , Tendenz steigend.
Wenn ihr wissen wollt, welche Indie-Games sich wirklich lohnen, dann solltet ihr dranbleiben.
Los geht es mit einem der mich schon etliche Stunden vor dem kleinen Bildschirm gefesselt hat. Die Rede ist von dem sehr klassischen RPG The Quest und seinen zahlreichen Add-Ons von der ungarischen Spieleschmiede Redshift. Schon allein die Charaktererstellung kann mit den großen Vorbilder wie Might & Magic 5. Dabei wird jede der 5 Charakterklassen anders von der Bevölkerung wahrgenommen, wer will kann sogar einen Untotenspielen, der später Zugriff auf besonders fiese Zaubersprüche erhält. Außerdem könnt ihr ein vorgefertigte Klasse wählen oder euch selbst eure Auslegung wählen. Alchemie ist z.B. immer recht empfehlenswert, finde ich, da ihr aus hunderten Zutaten eben so viele Tränke herstellen könnt. Doch auch in der Größe der Spielwelt steht man diesen kaum nach, denn das Spiel besteht aus einer recht flüssig animierten Ego-Sicht mit der ihr euren frei erstellbaren Charakter von einem Abenteuer zum nächsten wandert. Seid ihr in unmittelbarer Bedrohung durch einen oder mehrere Gegner, so schaltet das Spiel aus rundenbasierte Bewegung. Fortan könnt ihr nur einen Schritt pro Zug machen, oder eine Aktion wie Trank, Zauber oder Angriff ausführen. Die Gegnerstärke und die Herrausforderung steigen ständig und wer die riesige Spielwelt bis zum letzten Winkel erkundet hat, der darf sich an eines der Add-Ons wagen. Klar ist The Quest kein Spiel für jedermann, aber gerade RPG-Freaks sollten unbedingt reinschauen.
Ein wenig in der selben Richtung geht es weiter mit Aurora Feint II: The Arena Daemons von Danielle Cassley und Jason Citron. Diese Spiel orientiert sich in den Grundzügen an der hochgelobten Puzzle Quest-Reihe, die klassisches Bejeweled mit ein wenig RPG kombiniert. Stets müsst ihr in der Mine möglichst viele Elementarsteine abbauen, denn wollt ihr eure Skills verbessern oder verbesserte Ausbeute in der Mine erhalten, müsst ihr erst einmal zahlreiche davon sammeln. Danach könnt ihr sie in der Schmiede oder dem Magieturm einlösen, verbunden mit Minispielen, bei denen es entweder auf Schnelligkeit oder auf Köpfchen ankommt. Jederzeit habt ihr die Möglichkeit einen „Geist“ zu erstellen und diesen in der Arena hochladen. Danach können euch alle Spieler im Netzwerk herrausfordern, und auch ihr könnt versuchen sie zu bezwingen. Asynchroner Multiplayer nennt man das auf Programmiererisch.
Zwar bleibt die Story auf der Strecke, aber dank der recht zahlreichen Spielmodi und einem Preis von gerade mal 3,99€ sollten sich alle Puzzle- und vor allem Puzzle-RPG-Fans dieses Spiel vormerken.
Und last but not least gibt es das ultimative Spiel zum Relaxen auf den iPod touch oder das iPhone. Die Rede ist von Zen Bound von Secret Exit. Hier ist der Name-Programm, denn dem Spiel kann man einen vergeigten Level irgendwie gar nicht übel nehmen. Hier wird vor allem viel Geschick und auch eine gehörige Portion an grauen Zellen gebraucht. Ihr bekommt pro Level ein solides Objekt, z.B. ein Teddybär, und ein Seil. Nun gilt es durch geschicktes Schwenken und Fingerdrehs dieses Objekt möglichst gut einzupacken. An jeder Stelle, die euer Seil berührt bildet sich ein kleiner Farbfilm und dieser muss nach Möglichkeit dass Objekt zu 100% bedecken. Je nachdem wie gut ihr mit der vorgegebenen Seilmenge haushalten konntet, fällt auch eure Bewertung aus. Es gibt 0 bis 3 Punkte. besonders wichtig sind diese, damit ihr stetig weitere Level freischalten könnt. So erklimmt ihr einen von momentan drei Bäumen, der letzte davon kam mit einem Patch völlig gratis dazu. Sowas gefällt natürlich.
Da ihr euch ständig neue Taktiken ausdenken müsst, bleibt das Spiel von Anfang bis Ende wirklich abwechslungsreich, und es ist echt gut um mal eine Runde abzuschalten. Möchtet ihr diesen Freitag euer Lieblings-Indie-Spiel hier vorgestellt haben, dann guckt doch einfach mal hier vorbei, ich würde mich freuen.
Beginnen möchte ich mein kleines Independent-Spezial mit einer Firma, die seit ihrer Gründung vor 3 Jahren schon große Erfolge buchen konnte. So sicherten sich die Kanadier von Hothead Games die Möglichkeit den beliebten Webcomic von Penny Arcade in ein episodisches Spiel zu packen. Ob die Entscheidung nun daher kommt, dass beide Partner mit Seattle und Vancouver nur einen Katzensprung voneinander entfernt sind, weiß ich nicht. Allerdings kann ich mit Sicherheit sagen, dass Penny Arcade Adventures: On the Rain-Slick Precipice of Darkness, so der vollständige Name des Projekts, quasi zum Pflichtprogramm der Comic-Fans gehören sollte. Außerdem gehen die Mac- und PS3-Umsetzung DES Indie-Hits Braid auf das Konto von Hothead. Aber zurück zu den bisher veröffentlichten Penny Arcade-Games für Windows, Mac OS, Linux und XBLA.
In diesem Rollenspiel geht es darum, dass in einem etwas verqueren Universum der 1920ern Wesen aus Lovecrafts Cthulu-Zyklus und die berüchtigten Fruitf*cker den Frieden der Menschheit bedrohen. Kurz nachdem ihr euren Charakter anhand von diversen äußeren Merkmalen erstellt habt, wird in einer der zahlreichen nettgemachten Comic-Sequenzen euer Vorstadt-Haus von einem Fruitf*cker Prime zerstampft und ihr lernt den genial gesprochenen Erzähler kennen. Klar, dass das Rache bedeutet. Also schnappt ihr euch eure Harke und nehmt die Verfolgung auf. Dort trefft ihr bald auf Tycho und Gabe, die beiden Helden aus den Penny Arcade-Comics, die eine Detektei betreiben und euch selbstverständlich unterstützen. Während das Spielfeld komplett in 3D ist, sind solche Dialoge übrigens ganz klassisch in 2D gehalten. Das gemeinsame Ziel von euch Dreien ist es alle Fruitf*cker in eurem Weg auszulöschen und natürlich die Beschwörung der Cthulu-Kreaturen zu verhindern. Die Kämpfe, die ihr bestreitet, folgen dem ActiveTimeBattle-System, bekannt aus diversen Final Fantasy-Titeln. Das heißt es ist eine Mischung aus Echtzeit- und Rundenkampf, bei dem die Gegner agieren können, während ihr die nächste Aktion auswählt. Habt ihr erstmal ein paar Kämpfe bestritten, so erhaltet ihr Zugriff auf bessere Spezialangriffe, die allerdings ein wenig Geschick bedürfen, damit sie erfolgreich den Gegner treffen. Außerdem könnt ihr eure Waffen, auch die Harke, aufrüsten und diverse Items zu eurer Unterstützung sammeln, bis ihr schließlich die erste finstere Gottheit erledigt. Danach gehen die drei wieder getrennter Wege, bis sie sich schließlich zu Beginn von Episode 2 wiedertreffen, um weiter nach einer Waffe gegen die Fruitf*cker-Plage zu suchen. Sie glauben, dass sie den Erfinder der kleinen Robo-Saftpressen im örtlichen Irrenhaus antreffen können, doch auch hier gehen seltsame Sachen vor sich…
Es ist echt schade, dass die dritte Episode nun schon ewig auf sich warten lässt, aber natürlich wird auch fleißig bei Hothead Games an Neuheiten gewerkelt. Ein besonders vielversprechendes Projekt, welches vorallem eine lustige Namensähnlichkeit hat, ist DeathSpank. Ursprünglich als Episoden-Game geplant, wird diese kleine Videospiel-Perle in Zusammenarbeit mit „Mr. Monkey Island“ Ron Gilbert nun 2010 als vollwertiger Titel erscheinen. Das ganze soll ein Adventure mit reichlich Kämpfen im Hack ‘n’ Slay-Stile sein, und basiert ebenfalls auf einer Webcomic-Serie. Sicherlich gilt für sämtliche Titel, dass man viele Witze wohl als Außenstehender nicht verstehen wird, aber gerade fleißige Leser werden schnell dem simplen Charme der Spiele verfallen.
Sämtliche Titel von Hothead Games werden bei Greenhouse veröffentlicht und stehen dort neben einem guten Dutzend anderer Indie-Titel zum Kauf oder Testen bereit. Selbst wenn euch Penny Arcade Adventures nicht zusagt, so ist Greenhouse auf jeden Fall einen Besuch wert.
Wenn ihr hier am Freitag gerne einen Bericht über euer liebstes Indie-Game bzw. Studio lesen möchtet, dann guckt doch einfach mal hier vorbei.
Guten Abend zusammen, leider bin ich letzte Woche ein Wenig in Verzug geraten mit dem Bloggen, aber da ich diese Woche wieder langersehnt unifreie Tage habe, hab ich mir gedacht, was gäbe es da aus aktuellem Spar-Anlass besseres, als jeden Tag ein oder zwei Titel von sechs kleinen oder mittelgroßen Indie-Studios vorzustellen? Auch wenn Indie ein ziemlich weitreichender Begriff ist, so habe ich mir vornehmlich Titel gesucht, die um die 10€ als Downloads kosten, aber trotzdem vielen Konkurrenztiteln in nichts nachstehen. Außerdem findet man keinen der Titel auf oder unter irgendeiner Ladentheke. Die Titel werde ich heute natürlich noch nicht preisgeben, aber die Genres werden eigentlich jeden Geschmack abdecken. Im Sack befindet sich nämlich zwei RPG, zwei Point n Click-Adventures, zwei Geschicklichkeitsspiele ein Puzzlespiel, und euer Lieblingsspiel!
Wie das funktioniert? Einfach bis einschließlich Donnerstag-Mittag einen PC-Titel mit kurzer, aber aussagekräftiger Begründung in diesen oder einen verwandte Artikel stopfen, am besten noch mit Downloadlink, gerne aber auch WiiWare-Titel bis 1000 Punkte (kein XBLA, klappt bei mir nicht). Auch bei PC- oder AppStore-Games sollten 15 Euro/ 20 Dollar sowie meine Hardwareausstattung oder Sprachkenntnisse (deutsch, englisch, rudimentäres französisch) nicht überschritten werden, ansonsten wird das Spiel leider disqualifiziert. Gratis Games und Selbstgebasteltes sind selbstverständlich auch erlaubt.
Dem ausgewählten Gewinner winken Ruhm und Anerkennung! Also in diesem Sinne: ich bin schon sehr auf Vorschläge gespannt.
Nachdem ich letzten Monat mit den Reviews ein wenig in Vollzug geraten bin, versuche ich diesen Monat noch mal fleißig weiterzocken. Mit Ben there, Dan that und Time Gentleman, Please sind schon die ersten zwei hochkarätigen Indie-Titel durchgezockt. Vielleicht werden in Zukunft noch ein paar weitere hier landen, z.B. AaaaaAAaaaAAAaaAAAAaAAAAA!!! – A Reckless Disregard for Gravity. Aber genug davon. Was gibt’s sonst noch im September?
- Star Ocean: The Last Hope durchzocken und Review dazu schreiben.
- Ben there, Dan that und Time Gentleman, Please in eine ZombieCow-Kombi-Review packen.
- und: ganz wichtig Professor Layton und die Schatulle der Pandora durchzocken plus Review.
- Muss Geld sparen, da der Oktober verdammt teuer für mich wird.
Joa, ansonsten bleibt nur zu sagen: der Herbst ist da, das Wetter wird langsam scheiße und im Supermarkt steht schon Lebkuchen, es ist Bundestagswahl und der Deutsche Kopfschmerztag, Bayern steigt bald ab und so weiter.
Es gibt endlich wieder Grund aufzuatmen, was die derzeitigen Game-Releases betrifft und das Sommerloch nähert sich langsam den Weihnachtsverkäufen an. Besonders freuen können sich alle, die die schon lange überlegt haben sich eine Playstation 3 zu kaufen, denn gleich zum Monatsbeginn kommt die Slim-Versions von Sonys aktueller Konsole, die nun kleiner, leichter und leiser ist und eine großzügige 120 GB Festplatte bekommen hat. Die beste Nachricht sollte aber vor allem der erträgliche Preis von 300€ sein. Außerdem kommen nun auch in naher Zukunft zeitgemäße Prepaid-Karten für den Playstation Store heraus, so dass man nun auch vollen Zugriff auf die Download-Titel erhält, selbst wenn man keine Kreditkarte zu Hause hat. Außerdem bekommt Sonys PSP nun mit Dissidia einen von Fans lange erwarteten Exklusivtitel. Ob diese Änderungen dazu beitragen Sony von schlechten Verkaufszahlen zu retten, wird sich noch zeigen, aber im Moment scheint es zum ersten Mal seit langen ein Schritt in die richtige Richtung zu sein.
Doch der Innovationspreis geht diesen Monat an ein Nintendo DS-Spiel, und zwar an Might & Magic: Clash of Heroes von Capybara Games/ Ubisoft. Dabei ist der Namensteil Might & Magic eigentlich nur Deko und gibt bloß das Setting vor. Grafisch ist das Spiel eher animehaft gehalten und auch das Spielprinzip unterscheidet sich stark von den Rollenspiel-Wurzeln, wie ich schon auf der gamescom herausfinden konnte.
Worum geht’s? Bei Might & Magic: Clash of Heroes schlüpft ihr im Karrieremodus nacheinander in die Rolle von fünf verschiedenen Kommandanten mit einzigartigen Fähigkeiten und Einheiten unter ihrem Befehl. Zunächst geht es mit Anwen, Anführerin der Elfen los. Ihr landet zunächst auf der Oberwelt des Spiels, die nicht als einziger Aspekt von Clash of Heroes an die Puzzle Quest-Titel angelehnt ist. Hier navigiert ihr euch mit Stylus oder Digipad von Punkt zu Punkt weiter, erfüllt Quests und sammelt Rohstoffe oder andere Schätze und natürlich sucht ihr hier nach Gegnern, manchmal springen diese auch einfach aus dem Dickicht. Kommt es zu einem Kampf startet ein rundenbasierter Kampf, bei dem eure auf dem Touchscreen den Gegnern auf dem Topscreen direkt ins Auge blickt. Dennoch dauert es etwas bis es zum ersten Angriff kommt, denn eure Einheiten müssen erst aktiviert und über 3 bis etwa 10 Runden aufgeladen werden. Um sie zu aktivieren müsst ihr durch geschickte Formationen drei Einheiten vom selben Element in einer geraden Linie nebeneinander bringen. Ist diese Dreierreihe waagerecht bilden Sie direkt eine Verteidigungsmauer und ist sie senkrecht so bereiten sie einen Angriff vor. Erklärtes Ziel ist es natürlich die Verteidigung des Gegners zu überwinden, ohne dass die eigenen Lebenspunkte in Gefahr geraten und so sich und seine Einheiten aufzuleveln. Zwar gehen in der Defensive und Offensive stets Einheiten verloren, doch diese können bei Bedarf neu beordert werden. Als besondere Hilfsmittel erhaltet ihr spezielle Angriffszauber und besonders starke Einheiten, bei denen ihr insgesamt eine Offensiv-Reihe zu viert oder fünft bilden könnt, doch dafür ist ihre Schlagkraft gewaltig. Ich muss zugeben, dass dieses Spiel nicht jeden Geschmack treffen wird, aber das was es dem geneigten Rollenspiel/- Puzzle-Fan bietet, macht es wirklich sehr gut. Es ist mal wieder ein Titel, der einen gleich von Beginn in den Bann zieht und das auch noch von einem kleinen Entwicklerteam, das sich nach dem größten Nagetier der Welt benannt hat.

- Dissidia: Final Fantasy (4. September
) SquareEnix bietet PSP-Besitzern mal wieder etwas aus dem Final Fantasy-Universum. In diesem Prügelspiel werden Träume wahr: mit Sephiroth Tidus schnetzeln. - Colin McRae: DiRT 2 (10. September
) Großartige Rallye-Action gibt es nun nicht bloß auf XBox 360, PS3 und PC sondern zum ersten Mal auch für die Wii. - Cross Edge (15. August
) In diesem JRPG für die Playstation 3 treffen brandneue Helden auf Veteranen andere Games wie z.B. aus Disgaea oder Atelier. - Katamari Forever (17. September
) Der Prinz rollt nun auch auf der Playstation 3. Abgefahrene Optik und noch viel abgefahreneres Gameplay: sammelt mit eurer Klebekugel alles ein, was euch im Weg liegt um immer weiter zu wachsen. - Need for Speed: Shift (17. September
) Auf der PS3, PSP, XBox 360 und dem PC darf wieder ordentlich Gas gegeben werden, Nintendo Jünger müssen noch ein wenig warten. - Spectrobes – Der Ursprung (17. September
) Nun dürfen Fans zum ersten Mal auf der Wii Fossilien ausbuddeln und Monster sammeln. - Halo 3 ODST (22. September
) Bungie meldet ein weiteres Mal zurück, diesmal seid ihr aber nicht in der Rolle des Master Chiefs sondern in der eines „Orbital Drop Shock Troopers“ auf der Jagd. Man darf auf neue Storyperspektiven zur abgeschlossenen Storyline, sowie einen neuen MP-Modus gespannt sein. - Aion (25. August
) Dass Koreaner sich mit MMORPGs auskennen ist altbekannt. Mit Aion schafft es nun ein weiterer Hit nach Europa. - Professor Layton und die Schatulle der Pandora (25. August
) Endlich kommt der zweite Teil der beliebten Rätselreihe auch nach Europa. Als besonderes Highlight sind neben den wunderbar animierten Zwischensequenzen die deutsche Sprachausgabe. - Heroes over Europe (30. August
) Arcadehafte Dogfights aus WWII sahen noch nie so gut aus wie in diesem Titel für XBox 360, PS3 und PC.
Alle Angaben ohne Gewähr
- Halo 3 ODST
- Halo 3 ODST
- Cross Edge
- Cross Edge
- Spectrobes – Der Ursprung
- Spectrobes – Der Ursprung
- Need for Speed: Shift
- Need for Speed: Shift
- Might & Magic: Clash of Heroes
- Might & Magic: Clash of Heroes
- Prof. Layton und die Schatulle der Pandora
- Katamari Forever
- Katamari Forever
- Heroes over Europe
- Heroes over Europe
- Dissidia
- Dissidia
- DiRT 2
- DiRT 2
- Aion
- Aion

Ja, heute abend hab ich es getan. Es hat schon seit der gamescom vergangene Woche in den Fingern gejuckt, und nun ist es offiziell. Ich kriege eine PSP Go: pünktlich zum Releasetag und noch Gran Turismo mehr oder weniger gratis obendrauf. In etwas über einen Monat ist es dann soweit und nach und nach wird mein kleiner Nintendo DS wohl ganz einsam werden, spätestens dann wenn ich zu meinem Geburtstag im November auf Shoppingtour in Playstation Store gehe. Ich war echt froh, dass ich auf der gamescom sowohl die neueste Handheld-Generation von Sony und die von Nintendo mal direkt nacheinander vergleichen konnte, und der Gewinner stand recht eindeutig fest, allerdings war es ja eigentlich eh schon lange absehbar, dass der DSi und ich keine Freunde werden. Außerdem geht es mir teils tierisch auf die Nerven, dass ich nur einen oder drei Spielstände haben „darf“.
Die Hauptgründe nun zum zweiten mal bei Sony’s Handhelds zu zuschlagen, sind mehrere, aber der wichtigste dürfte sein, dass Sony gerade schwer Gas gibt, was den Download von Games betrifft und diese Games decken zum Glück nicht bloß aktuelle Titel ab, sondern auch Klassiker wie Final Fantasy 7 oder auch Destruction Derby werden implementiert, meine Wunschliste an guten alten PS-One-Games wäre schon lang genug um die 16GB-internen Speicher zu füllen. Ich hoffe mal, das bald noch Titel wie Shadow Man oder Soul Reaver erhältlich sein werden. Aber auch ansonsten hat der Playstation Store einiges zu bieten, als ich anfangs geglaubt hätte, z.B. gibt es zahlreiche einladende Demos, die bei DSi ja doch recht spärlich sind. Für welchen Handheld man sich letztlich entscheidend ist natürlich jedem überlasen, aber es ist irgendwie schon schade, dass Sony dieses Potential nicht schon früher gezeigt hat, sonst hätte ich wohl auch heute noch meine PSP-1000. Naja, aber am wichtigsten bei Zocken ist ja nicht zwingend die Technik sondern Spaß, und wieviel Spaß mir Sonys neues Technikmonster macht, könnt ihr dann Anfang Oktober hier lesen.
Nachdem heute Abend der offizielle Betrieb der gamescom vorbei ist und sich alle Aussteller und die Betreiber sich erstmal selber feiern können, gehen die ersten Zahlen ein: von 245.000 Besuchern ist hier die Rede. Damit wurde die Bestmarke der Leipziger Games um gute 20% übertroffen und das obwohl viele gar nicht so richtig wussten, was sie erwartet. Die Fans kamen von überall her, um später sagen zu können, dass sie bei der Premiere von Europas größter Spielemesse dabei waren und bis auf wenige Ausnahmen haben die Publisher einen Blockbuster nach dem anderen aus dem Hut gezaubert, als großer Vorreiter sei an dieser Stelle nur nochmal Fable 3 erwähnt. Aber wie die Zahl schon vermuten lässt, war es voll, verdammt voll sogar am Wochenende. Musste man werktags noch eine, oder in Einzelfällen, zwei Stunden für die Riesen-Titel anstehen, so waren die Schlangen am Wochenende zu Stoßzeiten doppelt so lang, eigentlich schade, denn die zahlreichen, die z.B. EA, Sony, Blizzard oder Ubisoft in petto hatten, konnte man so gar nicht an vier Tagen schaffen, außer man war vorher als Fachbesucher eingeladen. Was mich auf der zuerst ein wenig verwundert hat ist, dass so viele Aussteller ihre HD-Spiele auf einer PS3 vorgestellt haben, mir fielen dann zwei Gründe ein: Erstens hat die PS3 keine Live!-Profile, die man wie bei der XBox360 verwenden muss. Somit kann man viel schneller und unproblematischer vorerstellte Save-Games aufspielen. Außerdem riskiert man keinen R.O.D. und zweitens: das ganze sollte einfach nur eine Möglichkeit sein die Playstation 3 Slim ein wenig zu promoten.
Was letztlich der wahre Grund war, wird man wohl nie erfahren, ich jedenfalls hätte als Fazit nach fünf angezockten Titeln lieber öfters mal ein XBox 360-Pad in der Hand gehabt. Dafür war ich aber sehr positiv von der PSP Go überrascht, zumindestens bis ich heute den Preis (250 Euro) nachgeschlagen habe. Ebenso gut zu bewerten ist der DSi von Nintendo, den man sich für drei Stunden kostenlos mit Spiel und vielen Download-Titeln ausleihen konnte. Hat echt Spaß gemacht, vor allem der gewissen EyeToy-Faktor, der aber noch stark in den Kinderschuhen steckt. Auch das neue Menü gefällt, doch nach wie vor würde sich eine Neuanschaffung für mich nicht rentieren. Und auch vor dem allgemeinen Rahmenprogramm der Messe kann man nur seinen Hut ziehen, denn viele Weltstars waren dort zu Gast, Hideo Kojima und Tony Hawk haben sich auch Zeit für Autogrammstunden genommen. Auch bei der Moderation haben die Großen auf Promi-Bonus gesetzt. Diesen haben die ehemaligen Giga-Netzis zwar nur in der Gamerwelt, aber die hat sich sicherlich gefreut, mal wieder Colin, Micha Neubert, Tim oder Vio zu sehen und auch die jetztigen Mitarbeiter von Giga und GameOne waren mit vor Ort. Aber genug vom Drumherum, kommen wir lieber zu den Games, die ich Freitag und Samstag angetestet habe! Wer neu dabei ist, kann sich auch hier den Donnerstag, unter anderem mit Red Steel 2, durchlesen.
Los ging’s für mich am Freitag wieder um Punkt 16 Uhr. (Abend-Tarif) Direkt wurde Halle 7 geentert, ich wollte ja schließlich nicht den Auftritt von Skatelegende Tony Hawk verpassen, immerhin verdanke ich ihm und Neversoft zahlreiche großartige Games aus meiner Jugend. Der Auftritt war recht gut besucht, ich hatte insgeheim aber mit einem größeren Andrang gerechnet. War auf jeden Fall eine richtig gute Show, so ein McTwist oder Flip-Grab-Kombinationen in echt zu sehen, war schon beeindruckend. Leider hatte ich Freitag ein wenig Zeitprobleme, so dass es ohne Umwege weiter zu EAs 18er-Stand ging. Hier konnte man entweder Brütal Legend, Dante’s Inferno, The Saboteur oder Dead Space: Extraction anzocken. Wartezeit lag so zwischen einer und anderthalb Stunde, aber es war okay, denn immerhin war auf der benachbarten Bühne stets was los, außerdem wurden an die Wartenden aufblasbare „Pommesgabeln“, Schlüsselanhänger und Dead Space-Poster verteilt. Mein Ziel war eigentlich entweder The Saboteur oder Dante’s Inferno anzuzocken, Brütal Legend ist eh schon lange vorbestellt, da brauche ich keine Entscheidungshilfen. Lustigerweise hatte ich von The Saboteur erst so richtig eine Stunde vor der Messe gelesen, aber gerade die Schwarz-Weiß-Optik hatte es mir angetan, so kam es dann auch, dass ich vor selbigen Game landete. The Saboteur spielt zwar in vom mir verhassten Zweiten Weltkriegs-Szenario, aber es macht vieles einfach besser. Man findet sowohl Schleich- als auch Kletterelemente, Schießereien mit fluchenden Nazis und wilde Verfolgungsjagden mit dem Kübelwage, außerdem schaltet man nach und nach bessere Angriffe und so weiter frei. Ein bunter Mix, der zumindestens über den Test-Zeitraum begeistert hat. Release wird dann im Dezember sein und am Ende wurde noch ein Dead Space: Extraction-Comic eingesackt.
Nach dem langen Stehen habe ich erstmal eine Sitzmöglichkeit gesucht und mit Dofus 2.0 die perfekte Möglichkeit gefunden, hierbei handelt es sich um das Update eines französischen MMORPG. Stellt man den direkten Vergleich zur jetzigen Version 1.28 her, so hat sich in der anspielbaren Beta2.0 einiges getan, und das Spiel mit monatlichen Gebühren von gerade einmal 4-5 Euro je nach Abo-Länge, könnte seinen Erfolg noch vervielfachen. Das Spiel zeichnet sich vor allem durch die (meines Wissens) einzigartigen Rundenkämpfe aus. Kämpft ihr gegen einen Mob oder anderen Spieler, so kann jeder Zeit ein anderer Spieler in den Kampf mit einsteigen oder einfach nur zuschauen, beides nur sofern ihr es erlaubt. Das Spielprinzip erfreut natürlich auch alte Rollenspiel-Hasen, für die WoW noch nie ein Rollenspiel war und auch nie sein wird. Wer sich selbst ein Bild machen will, der findet eine zeitlich unbegrenzte Testversion unter dofus.com.
Lustigerweise war das nächste und vorletzte Game des Freitags wieder „nazibasiert“: Deep Silvers Point n Click-Adventure Lost Horizon, das auf dem gleichnamigen Roman von 1937 basiert und die selbe Spielmechanik wie die Geheimakte-Titel nutzt. Der besondere Kniff hier ist neben dem historischen Szenario vor allem die Optik, denn bis auf die Charakter-Modelle bestehen sämtliche Hintergründe aus detailreichen und farbenfrohen (jedenfalls anfangs) 2D-Zeichnungen. Der Titel sieht auf jeden Fall solide aus, und im Laufe der spannenden Story springt man schon in den ersten 20 Minuten dem Tod zweimal von der Schippe. Ebenfalls im Point n Click-Bereich ist dtp’s Black Mirror 2, nur geht es hier anfangs etwas gemächlicher zu und statt Stress mit der Triade, müsst ihr hier ein paar Besorgungen für euren Fotoladen anstellen. Kommt man mal nicht weiter kann man sich bei vielen Rätseln Tipps ausgeben lassen, so wie es schon seit einigen Jahren zum Brauch geworden ist. Aber das soll den Spielspaß dieses Spiels natürlich nicht trüben. Das waren auch schon alle Besonderheiten vom Freitag.
Samstag ging es dann weiter, diesmal mit Freundin. Angesichts der riesigen Besuchermassen die dort waren, haben wir uns die endlosen Warteschlangen gespart und haben stattdessen eher auf „leichte Kost“ gesetzt. Los ging es mit dem Nintendo-Stand, wo ich endlich mal Zeit und Gelegenheit hatte ein paar kommende Highlights anzutesten, allen voran natürlich Zelda: Spirit Tracks, cooler Titel auch der fahrbare Zug ist eher unterhaltsam als blöd, aber ich werde wirklich nur zuschlagen, wenn man nicht wieder auf repetitive Dungeons wie im Vorgänger Phantom Hourglass setzen wird. Professor Layton und die Schatulle der Pandora war der nächste Titel und macht nicht vieles anderes als der Vorgänger: viel Story, Erkundung und natürlich neue Rätsel. Besonders schön war es zum ersten Mal die deutsche Sprachausgabe zu hören, da hat sich Nintendo wahrlich große Mühe gegeben. Ebenfalls groß promotet wurde natürlich auch New Super Mario Bros. Wii, das einen witzigen 4-Spieler-Coop-Modus enthält. Witzig ja, aber eher ein netter Partyspaß statt einem vollwertigen Jump n Run in Anlehnung an die alten Titel.
Weiter ging es dann wieder einmal zu Ubisoft und zwar bekam dort jeder der sich am PC registrierte eine Rabbids-Sammelfigur und hatte die Chance auf ein Netbook. Die fünf Blockbuster hier, d.h. Red Steel 2, Assasin’s Creed 2, Splinter Cell Conviction, James Cameron’s Avatar und R.U.S.E., waren gnadenlos überfüllt. Hier habe ich endlich am einzigen aufgestellten DS mit C.O.P. – The Recruit, den kommenden GTA-Klon anzocken können. Besonders hübsch hierbei sind die comichafte Storysequenzen und das echte 3D-Gameplay. Grafisch liegt der Titel zwar weit hinter GTA: Vice City Stories auf der PSP, aber dafür ist die Steuerung sehr clever gelöst. Leider konnte man in der Version nicht beim Laufen die Kamera bewegen, aber dafür gab es viele abwechslungsreiche Aufgaben zum Testen. Außerdem habe ich zusammen mit meiner Freundin Just Dance gezockt, ein Tanzspiel, bei dem man nicht auf Tanzmatten hüpft, sondern vielmehr das Wohnzimmer zur Bühne wird. Man folgt kleinen Kommandos auf dem Bildschirm und spackt richtig ab. Man sieht zwar scheiße dabei aus, aber gerade für Parties könnte das superlustig sein, genau wie das altbekannte Karaoke/ Singstar-Genre, in das nun auch Konami einsteigen will. Wir haben in einem einigermaßen schalldichten Raum den Titel Karaoke Revolution getestet, das ganze erinnert optisch sehr stark an den Gesangs-Part von Rock Band, dass auch zuhauf beim EA-Stand angeboten wurde. Leider haben bei Konami vor allem die recht langen Ladezeiten genervt.
Danach haben wir uns den Sony-Stand näher angesehen: hier gab es laut dem Messemagazin 400 Spielmöglichkeiten, von zahllosen PSPs und PSP Go’s mit LittleBigPlanet in kleinen Ein-Mann-Kugeln über Singstar, Buzz! Quiz World, PSN-Titeln und EyePet bis hin zu Ratchet & Clank 7, God of War 3, Uncharted 2 und Heavy Rain 3. (letzteres behauptet jedenfalls das Messemagazin
) Das ganze war ein wirklich gut gestalteter Stand und er spiegelte eigentlich besser noch als Nintendo wieder, dass Zocken etwas für jeden ist. So wundert es auch nicht, dass der Stand super Rollstuhl geeignet war: ein Gebiet, bei dem etliche andere nur mangelhaft abgeschnitten hätten, insbesondere Deep Silver, die den kompletten USK16-Bereich einfach mal in die zweite Etage verfrachtet haben. Anschließend wollte ich mal mit eigenen Augen den gehypten Titeln Kingdom Hearts 358/2 Days sehen. Hier weiß ich nicht, ob die Entwickler mit Absicht den hässlichsten und langweiligsten Dungeon ausgewählt haben, oder ob im Anbetracht der Zwischensequenzen irgendwann der Platz voll war. Spielprinzip ist nach wie vor gut, aber die Grafik der Demo war furchtbar, vor allem für Square-Verhältnisse. Naja, das war’s dann erstmal mit meinem etwas lang geratenen Bericht, aber wer selber da war, weiß dass es sich schwer kurzfassen lässt. Und wer selbst nicht da war, der kann sich schon mal den 18. bis 22 August 2010 anstreichen: gleiche Zeit, gleicher Ort!






















































































