Kein saurer Apfel (Indie-Woche)
Im Moment ist eine echte Welle an kreativen Meisterwerken auf dem iPod touch bzw. dem iPhone zu finden. Apples Zauberwort für alle „Zwischendurch“-Zocker lautet AppStore und dieser zieht durch seinen bahnbrechenden Erfolg auch einige Indie-Entwickler und unlängst auch Großunternehmen wie Namco oder ngmoco (Rolando!), ein Unternehmen vom ehemaligen EA-Chef Neil Young, an. Der Durchschnittsnutzer hat mittlerweile etwa 55€ für Apps ausgegeben , Tendenz steigend.
Wenn ihr wissen wollt, welche Indie-Games sich wirklich lohnen, dann solltet ihr dranbleiben.
Los geht es mit einem der mich schon etliche Stunden vor dem kleinen Bildschirm gefesselt hat. Die Rede ist von dem sehr klassischen RPG The Quest und seinen zahlreichen Add-Ons von der ungarischen Spieleschmiede Redshift. Schon allein die Charaktererstellung kann mit den großen Vorbilder wie Might & Magic 5. Dabei wird jede der 5 Charakterklassen anders von der Bevölkerung wahrgenommen, wer will kann sogar einen Untotenspielen, der später Zugriff auf besonders fiese Zaubersprüche erhält. Außerdem könnt ihr ein vorgefertigte Klasse wählen oder euch selbst eure Auslegung wählen. Alchemie ist z.B. immer recht empfehlenswert, finde ich, da ihr aus hunderten Zutaten eben so viele Tränke herstellen könnt. Doch auch in der Größe der Spielwelt steht man diesen kaum nach, denn das Spiel besteht aus einer recht flüssig animierten Ego-Sicht mit der ihr euren frei erstellbaren Charakter von einem Abenteuer zum nächsten wandert. Seid ihr in unmittelbarer Bedrohung durch einen oder mehrere Gegner, so schaltet das Spiel aus rundenbasierte Bewegung. Fortan könnt ihr nur einen Schritt pro Zug machen, oder eine Aktion wie Trank, Zauber oder Angriff ausführen. Die Gegnerstärke und die Herrausforderung steigen ständig und wer die riesige Spielwelt bis zum letzten Winkel erkundet hat, der darf sich an eines der Add-Ons wagen. Klar ist The Quest kein Spiel für jedermann, aber gerade RPG-Freaks sollten unbedingt reinschauen.
Ein wenig in der selben Richtung geht es weiter mit Aurora Feint II: The Arena Daemons von Danielle Cassley und Jason Citron. Diese Spiel orientiert sich in den Grundzügen an der hochgelobten Puzzle Quest-Reihe, die klassisches Bejeweled mit ein wenig RPG kombiniert. Stets müsst ihr in der Mine möglichst viele Elementarsteine abbauen, denn wollt ihr eure Skills verbessern oder verbesserte Ausbeute in der Mine erhalten, müsst ihr erst einmal zahlreiche davon sammeln. Danach könnt ihr sie in der Schmiede oder dem Magieturm einlösen, verbunden mit Minispielen, bei denen es entweder auf Schnelligkeit oder auf Köpfchen ankommt. Jederzeit habt ihr die Möglichkeit einen „Geist“ zu erstellen und diesen in der Arena hochladen. Danach können euch alle Spieler im Netzwerk herrausfordern, und auch ihr könnt versuchen sie zu bezwingen. Asynchroner Multiplayer nennt man das auf Programmiererisch.
Zwar bleibt die Story auf der Strecke, aber dank der recht zahlreichen Spielmodi und einem Preis von gerade mal 3,99€ sollten sich alle Puzzle- und vor allem Puzzle-RPG-Fans dieses Spiel vormerken.
Und last but not least gibt es das ultimative Spiel zum Relaxen auf den iPod touch oder das iPhone. Die Rede ist von Zen Bound von Secret Exit. Hier ist der Name-Programm, denn dem Spiel kann man einen vergeigten Level irgendwie gar nicht übel nehmen. Hier wird vor allem viel Geschick und auch eine gehörige Portion an grauen Zellen gebraucht. Ihr bekommt pro Level ein solides Objekt, z.B. ein Teddybär, und ein Seil. Nun gilt es durch geschicktes Schwenken und Fingerdrehs dieses Objekt möglichst gut einzupacken. An jeder Stelle, die euer Seil berührt bildet sich ein kleiner Farbfilm und dieser muss nach Möglichkeit dass Objekt zu 100% bedecken. Je nachdem wie gut ihr mit der vorgegebenen Seilmenge haushalten konntet, fällt auch eure Bewertung aus. Es gibt 0 bis 3 Punkte. besonders wichtig sind diese, damit ihr stetig weitere Level freischalten könnt. So erklimmt ihr einen von momentan drei Bäumen, der letzte davon kam mit einem Patch völlig gratis dazu. Sowas gefällt natürlich.
Da ihr euch ständig neue Taktiken ausdenken müsst, bleibt das Spiel von Anfang bis Ende wirklich abwechslungsreich, und es ist echt gut um mal eine Runde abzuschalten. Möchtet ihr diesen Freitag euer Lieblings-Indie-Spiel hier vorgestellt haben, dann guckt doch einfach mal hier vorbei, ich würde mich freuen.








Darf ich mal eben meinen Hut vor dir ziehen, Herr Kyo! Toller Idee mit der Indi Woche (obwohl ich ja zuerst voller Hoffnung war das sich alles um Indiana Jones dreht
, toller Beitrag!
Eigentlich auch ne echt coole Idee, denn ich bin erstens riesen Fan der Serie und zweitens gibt es zumindestens spieletechnisch da schon den ein oder anderen interessanten Titel um eine Woche zu füllen. Wie passend, dass erst vor kurzem ein Re-Release von „Fate of Atlantis“ für Steam rauskam. Muss ich mir mal wieder nen Videotheksausweis und den Stab der Könige besorgen, und dann sehen wir weiter.
Na, da bin ich ja mal gespannt!